Die sanfte Kunst  Jiu-Jitsu Selbstverteidigung

Als Vorläufer des Jiu-Jitsu gilt Yoroi-Kumi-Uchi, der „Zweikampf in Rüstungen“. Mit der Entwicklung leichterer Rüstungen im 16. Jahrhunderts. verbreiteten sich schmerzhafte Griffe zum Ergreifen und Festhalten des Gegners.
In der Tokugawa-Epoche (1611-1868) entstanden Rekordzahlen von über 700 Jiu-Jitsu-Schulen. Unterschiede bestanden in der Einstellung zur Atmung, in den Methoden zur Akkumulation des Ki, in den Grundstellungen und innerhalb der Wurftechniken.
Modernes Jiu-Jitsu ist eine Mischung verschiedener Stilrichtungen und stark an der Selbstverteidigung orientiert. Es umfasst Würfe, Hebel, Transportgriffe und Schlagtechniken wobei Hebel im Zentrum des Geschehens stehen.

TRAININGS-ELEMENTE:
Selbstverteidigung
Das ursprüngliche, aber auch aktuelle Thema des Jiu-Jitsu. Das Üben im Jiu-Jitsu soll die Chancen erhöhen, eine Notsituation erfolgreich zu meistern.
Sport Das Jiu-Jitsu Training stellt vielseitige Anforderungen in allen Leistungsbereichen (Kondition, Koordination, Beweglichkeit, Kognition und Emotion) dar.
Kunst Der Kunstaspekt im Jiu-Jitsu kommt dort zum Ausdruck, wo geübt wird, bis die Technik fehlerfrei gelingt (zum Beispiel bei einer Kata = festgelegten Form).
Spiel Im Training werden Ernstfälle mit Angreifenden, Abwehrenden oder Helfenden realistisch nachgestellt.